Neigungswoche 2009

Wer in den Wochen vor den Pfingstferien durch das Oberstufengebäude ging, fand in der Ecke vor dem Zwölft- Klass- Zimmer schon morgens vor dem Unterricht, in jeder Pause, in jeder Freistunde und in der Mittagspause eine Traube von Menschen, die vor großen Tafeln mit bunten Blättern standen und diese konzentriert studierten.


 

Es waren die Kursangebote für die Neigungswoche der Oberstufen, die dieses Jahr um drei Tage verlängert war und direkt vor den Pfingstferien stattfand.

Aus 64 Angeboten konnten die Schüler auswählen, worauf sie sich für diese Tage konzentrieren wollten, welche Fächer sie vertiefen und was sie an ganz Neuem ausprobieren wollten. Zwei Drittel der Kurse wurden von unseren Oberstufenlehrern, ein Drittel von Eltern und Schülern angeboten.

In Kombination mit dem Oberstufenkonzert wurde dann als euphorische Einstimmung in die Pfingstferien auch eine Präsentation eines Teils der Arbeit gegeben. Die Leichtigkeit dieses Vormittags, der begeisterte Applaus für die jeweiligen Darbietungen und der Elan der vorführenden Gruppen spiegelten die gute Stimmung wieder, die während der gesamten Tage im Schulhaus zu erleben war. Wie zu hören war, gab es nahezu keine „Schwänzer“ und die Disziplin in den Räumen muss allgemein gut gewesen sein. Schüler und Kursleiter äußerten sich sehr angetan von ihren gegenseitigen Erfahrungen.

Ich habe eine Unmenge von schriftlichen Kommentaren von den Schülern erhalten, die hauptsächlich positive Äußerungen enthielten; davon möchte ich zwei

Handvoll  herausgreifen und hier zitieren:

…“allgemein hat mir die Neigungswoche sehr gut gefallen, da ich drei völlig
   verschiedene Kurse hatte und diese alle meinen Erwartungen entsprachen.“

…“Es war interessant, mit Schülern verschiedener Klassenstufen zu arbeiten.“

…“Die Woche hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe jetzt auch ein gutes
   Gewissen, da ich zwei „Spaßkurse“ genommen habe und einen weiterbilden den Kurs.“

…“die kleinen Gruppen waren beim Lernen gut, da hat man auch mehr verstanden.“

…“Die Tanzkurse waren toll!!! und Gedärme massieren auch.“

… „Am Anfang war ich sehr nervös, weil ich nicht wusste, was mich erwartet.
    Aber nach dem ersten Tag wusste ich, dass die Blöcke, die ich habe, genau
    die richtigen sind; die Kursleiter haben sich alle sehr viel Mühe gegeben… Ich
    finde die Neigungswoche sehr sinnvoll.“

…“Der Deutschkurs hat mir gezeigt, dass Deutsch doch Spaß machen kann …

… ich bin jetzt schlauer wie vorher.“

… „am ersten Tag hat es mir gefallen, bis auf das, dass die Stunde gleich zu Ende war.“

…“Würden wir in Spanien ausgesetzt werden, könnten wir uns unterhalten und
    würden wieder nach Hause finden.“

…“Herr Ulitzkas Salsakurs ist mal wieder spitze.“

…“Was mir nicht gefallen hat:  Die Pause!“

…“Anfangs war ich etwas skeptisch, ob mir Russisch gefallen würde (jeder hat
    so seine Vorurteile), aber mit der Zeit machte es mir richtig Spaß!“

… „Spasiba balschóje  -  Vielen Dank!“

 

Diese wohlklingenden russischen Worte wurden in vielfacher Weise (und auf Deutsch) vor allem an die Kursleiter gerichtet, die in ihrem „normalen“ Leben nicht als Lehrer an unserer Schule tätig sind. Das waren zum einen die große Zahl Schüler, die den Mut hatten, eine ihrer Fähigkeiten an andere weiter zu vermitteln, dieses Jahr besonders im Bereich Sport, Tanz, Jonglieren, aber auch Schmieden und Computerwissen.  Es gab aber auch wieder – wie schon erwähnt  - eine ganze Reihe Eltern, die viel Zeit opferten um ihre Kenntnisse und ihr Können auf vielfältigsten Gebieten zu vermitteln. Das fasziniert unsere Schüler jedes Mal, was man alles auch noch lernen kann ….!

 

 

Wir hatten ein Nachtreffen mit diesen Eltern zum Erfahrungsaustausch und alle waren sich einig:  Beide Seiten haben viel gelernt und keiner hat’s bereut!!

Auch aus dieser Gruppe möchte ich einiges von dem, was als interessant erlebt wurde,  herausgreifen:

…“spannend waren die Entwicklungsunterschiede zwischen Neunt- und Zwölftklässlern in 

   der altergemischten Gruppe zu erleben.“


…“ich  wurde gleich als Autorität akzeptiert.“


…“Ich habe sehr viel Freude gehabt und wirklich den Geschmack am Unterrichten gefunden

    für meine künftige Tätigkeit an dieser Schule.“


…“Die waren alle nett. Aber sie über längere Zeit bei Laune halten, wäre sicher schwierig.“


…“Die Schüler sind sehr offen für Fragen und Entdeckungen, die über das Materielle hinaus-

   gehen. Das wird nicht genügend genutzt. …“


…Es gab großes Interesse. Viele Fragen. Das vorbereitete Thema veränderte sich dadurch oft total.“


…“Die Zeit ist uns davon gerannt.“


…“Ich hab gar nicht gemerkt, wie mich das geschlaucht hat. Ich konnte hinterher gar nicht

   abschalten. Mein Mann hat mir gesagt, ich sei ja total fertig…“


…“Wenn ich’s den Unterricht gut machen will, muss ich permanent präsent sein.  …- ….Wie

    flexibel bin ich?“

 

 

Unser Treffen war nach zwei Stunden erst richtig in Fahrt und es hätte noch viele Fragen gegeben.

 

 

Vielleicht mögen Sie sich auch darüber austauschen: Aus sehr vielen Klassen waren Eltern vertreten, die sich eingesetzt hatten ( Frau Stephan, Frau Ghané, Frau Seibel-Stöhr, Frau Schneider- Hättich, Frau Gerigk, Frau Straniero, Frau Meike Panter, Frau Nancy Klingler, Herr Fleig, Herr Linsenmeyer, Herr Köhler, Herr Marwein, Herr Krüger.) Vielleicht  finden Sie bei einem der kommenden Elternabende oder bei anderen Gelegenheiten die Möglichkeit, davon zu erzählen oder sich erzählen zu lassen.
 

Vielleicht lassen Sie sich auch infizieren (?!) -  Es gibt ja schließlich nächstes Jahr wieder Gelegenheit. Die Daten sind schon festgeklopft.
 
Wir freuen uns wieder darauf!
Susanna Maus, L.