Kunst ist ihr Spezialgebiet

Offenburg (ab). Am Mittwochabend wurden an der Freien Waldorfschule  in einer Feierstunde die 18 Abiturienten des Jahrgangs 2009 verabschiedet, die am Tag zuvor noch ihre letzte mündliche Prüfung absolviert hatten. Gemäß ihrem Motto „StABIlität in der Krise“ nahmen alle 18 die Hochschulreife  entgegen.

 

 

Die Klassenbetreuer Adalbert Schäfer und Wolfgang Krämer, welche die Schüler in den vergangenen fünf Jahren auf ihrem Weg zum Abitur begleitet hatten, waren bei der festlichen Feierstunde im Saal der Waldorfschule voll des Lobs  über die Klasse. „Wir freuen uns als Schule, Sie bei uns gehabt zu haben, und hoffen, Sie bald wiederzusehen“, blickte Mathematiklehrer Krämer zurück. Adalbert Schäfer, der in der Klasse Deutsch unterrichtete, freute sich  besonders über das Motto „StABIlität in der Krise“. Er sei sicher, dass dieser Jahrgang aller Gefahren zum Trotz seine Chancen ergreife.
Die Abiturientinnen Franziska Kuen und Stephanie Kopf hatten die Feierstunde festlich mit Gesang und der Harfe eröffnet. Nicolas Rendler ließ die Abitur-Prüfungen, deren letzte am Dienstag stattgefunden hatte, noch einmal Revue passieren. „Wir haben im Februar mit der praktischen Kunstprüfung angefangen und dabei exzellent abgeschnitten.“ Exzellent, das bedeutet, mit einem Klassendurchschnitt von 13,9 Punkten. Von den 18 Abiturienten schaffte die Hälfte das Kunststück, mit der Bestnote von 15 Punkten  abzuschließen. Neunmal also die „Eins mit Sternchen“!


„Die Vernetzung der Erinnerung“ nannte sich die Aufgabe, bei der ein Portrait der französischen Bildhauerin Louise Bourgeois und zwei ihrer Installationen zu einem neuen Werk zusammengefügt werden musste. „Den Schülern ist es hervorragend gelungen, den Gegensatz zwischen konkreter Zeichnung und abstrakter Darstellungsweise zu kombinieren“, lobt Kunstlehrer Johannes Renzenbrink. Es sind sehr unterschiedliche Zeichnungen mit verschieden Schwerpunkten entstanden, wobei die beiden Kunstobjekte „Die Spinne“ und „Die Zelle“ dazu einluden, auf spielerische Weise ein ganz persönliches Werk zu erschaffen. In einer Ausstellung vor dem Saal können die Zeichnungen  betrachtet werden.

 

 

     

Reproduktionen der Arbeiten © Wilfried Beege


Die Abiturienten verabschiedeten sich von ihren Lehrern mit selbstgebastelten Aktentaschen, deren Inhalt den persönlichen Vorlieben der Empfänger entsprach. Es folgte eine Dia-Show mit Abi-Lied, bevor es zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen wurde.


Erfolgreich konnten alle Abiturienten der Freien Waldorfschule das Zentralabitur ablegen:
Katrijn Becherer (Appenweier), Maylis de Barry (Straßburg), Helena Doll (Offenburg-Zunsweier), Anja Drixler (Offenburg), Ragna Falk (Kappelrodeck), Rebecca Geiger (Offenburg), Sebastian Hübner (Bühl), Manuel Kirstein (Offenburg-Elgersweier), Martina Köhler (Friesenheim), Stephanie Kopf (Lahr), Rahel Köpf (Offenburg), Franziska Kuen (Bühl), Samuel Mayer (Neuried-Ichenheim), Anna Mildenberger (Offenburg), Nicolas Rendler (Friesenheim), Elias Schley (Schutterwald), Felix Wache (Bühl) und Julika Winter (Baden-Baden).


Alle 18 Abiturienten nahmen am Mittwoch in der Freien Waldorfschule ihre Hochschulreife entgegen.   

 

Fotos: Andrea Bohner

 

Preisträger: 

Mathematik-Preis der Volksbank Offenburg: Martina Köhler. Preis der Freien Waldorfschule für die beste Leistung im Fach Deutsch:  Anna Mildenberger. Preis für die beste Leistung in der mündlichen Französisch-Prüfung: Rahel Köpf. Preise für eine „Eins vor dem Komma“: Anna Mildenberger (1,3), Martina Köhler (1,7), Rahel Köpf (1,8) und Samuel Mayer (1,8).